Dein Hund niest? Hausmittel, Ursachen und wann du zum Tierarzt solltest

Wenn dein Hund plötzlich häufiger niest, ist das meist kein Grund zur Sorge. Niesen ist – genau wie beim Menschen – eine natürliche Reaktion, um die Nase von Staub, Pollen oder Krankheitserregern zu befreien. Doch wenn das Niesen länger anhält oder mit weiteren Symptomen wie Nasenausfluss, Husten oder Müdigkeit einhergeht, steckt oft mehr dahinter.
In meiner Tierarztpraxis sehe ich regelmäßig Hunde, deren scheinbar harmloses Niesen auf Allergien, Infektionen oder sogar Fremdkörper in der Nase zurückzuführen ist. Ich zeige dir in diesem Beitrag, wie du leichte Reizungen bei deinem Hund mit sanften Hausmitteln lindern kannst und wann es notwendig ist, den Tierarzt einzuschalten.
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Dr. Ilse Ertl
Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Tierärztin Dr. Ilse Ertl erstellt. Sie besitzt seit 20 Jahren eine eigene Kleintierpraxis in der Nähe von München und gibt ihr Wissen gerne an interessierte Hundebesitzer weiter.
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Wenn dein Hund niest: Diese Ursachen können dahinter stecken
Niesen ist ein natürlicher Reflex, der die Atemwege deines Hundes schützt. Es befreit die Nasenschleimhaut von Staub, Pollen oder Krankheitserregern. In meiner Praxis sehe ich jedoch oft, dass häufiges oder starkes Niesen auch ein Hinweis auf eine tieferliegende Reizung oder Erkrankung sein kann. Hier sind die häufigsten Ursachen im Detail – und woran du sie erkennst:
- Trockene Luft, Staub oder Kälte: In der kalten Jahreszeit leiden viele Hunde unter reiztrockener Heizungsluft oder Zugluft. Das führt zu trockenen Schleimhäuten, die empfindlich auf kleinste Partikel reagieren. Wenn dein Hund vor allem in Innenräumen niest, kann das ein Zeichen für zu geringe Luftfeuchtigkeit sein.
- Allergien (z. B. Pollen, Hausstaub, Schimmelpilze): Genau wie beim Menschen reagieren auch Hunde auf bestimmte Umweltallergene mit Niesen, Nasenausfluss oder Augenrötung. Besonders im Frühling und Sommer fällt mir auf, dass viele Patienten auf Gräser- oder Blütenpollen reagieren. Manche Hunde entwickeln auch Ganzjahresallergien durch Hausstaubmilben oder Schimmel.
- Erkältung oder Infektion der Atemwege: Eine Erkältung beim Hund entsteht häufig durch Viren oder Bakterien, die die oberen Atemwege befallen. Symptome sind Niesen, Husten, wässriger oder eitriger Nasenausfluss und gelegentlich Fieber oder Müdigkeit. Besonders nach langen Gassirunden im Wind oder Regen kann sich der Körper abkühlen und das Immunsystem geschwächt werden.
- Fremdkörper in der Nase (z. B. Granne, Grashalm): Ein plötzlich einsetzendes, heftiges Niesen mit Nasenausfluss auf einer Seite ist oft ein Hinweis auf einen Fremdkörper in der Nase. Besonders im Sommer geraten bei Spaziergängen Grannen oder kleine Pflanzenteile leicht in die Nasenöffnungen. Das ist sehr unangenehm und kann zu Entzündungen führen.
- Zahn- oder Zahnwurzelentzündungen: Der Oberkieferbereich liegt direkt neben den Nasennebenhöhlen. Eine Entzündung an den Zahnwurzeln kann daher auf die Nase übergreifen und dort Niesreiz oder eitrigen Nasenausfluss verursachen.
- Reizstoffe in der Umgebung: Zigarettenrauch, Raumsprays, Parfüm oder starke Reinigungsmittel können die empfindliche Hundenase reizen. Einige meiner Patienten reagieren darauf mit Niesanfällen oder tränenden Augen.
Beobachte deinen Vierbeiner genau – Art, Häufigkeit und Begleitsymptome liefern wichtige Hinweise, ob es sich um eine harmlose Reaktion oder ein Anzeichen für eine Erkrankung handelt.
5 bewährte Hausmittel gegen Niesen beim Hund
Luftfeuchtigkeit erhöhen
Trockene Heizungsluft gehört zu den häufigsten Ursachen für gereizte Atemwege – besonders im Winter. Ist die Luft zu trocken, werden die Schleimhäute anfälliger für Keime und Staubpartikel.
Anleitung:
Stelle einen Luftbefeuchter oder eine Schale mit Wasser in den Raum, in dem dein Hund sich am häufigsten aufhält. Alternativ kannst du feuchte Handtücher über die Heizung hängen. Achte darauf, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 % liegt. Das hilft, die Schleimhäute geschmeidig zu halten und den Niesreiz zu verringern.
💡 Tipp: Ein kleiner Spaziergang im feuchten Morgennebel kann ebenfalls wohltuend wirken, da feuchte Luft die Nasenschleimhaut auf natürliche Weise befeuchtet.
Inhalation mit Kochsalzlösung
Ein sanftes, aber sehr effektives Hausmittel ist das Inhalieren von isotonischer Kochsalzlösung (0,9 %). Der feine Dampf befeuchtet die Atemwege, löst Schleim und kann bei Hundeschnupfen die Atmung erleichtern.
Anleitung:
Erhitze etwa einen Liter Wasser, gib eine kleine Menge Kochsalzlösung hinzu und stelle die Schüssel in sicherem Abstand vor deinen Hund. Lege ein Handtuch locker über Schüssel und Kopfbereich, sodass der warme Dampf entweichen kann. Lasse deinen Hund 5–10 Minuten in der Nähe des Dampfes verweilen – ohne ihn zu zwingen.
💡 Tipp: Besonders bei empfindlichen oder ängstlichen Hunden ist ein Vernebler mit Kochsalzlösung eine stressfreie und sichere Alternative.
Schonendes Nasenpflegespray (isotonisch)
Wenn dein Hund häufig niest, kann das auch an trockenen oder gereizten Schleimhäuten liegen. Ein mildes, isotonisches Nasenspray hilft, die Nase zu befeuchten und Reizungen zu lindern.
Anleitung:
Verwende ein tiergeeignetes Nasenspray oder eines für Babys – frei von ätherischen Ölen, Menthol oder Konservierungsstoffen. Gib ein bis zwei Tropfen pro Nasenloch, je nach Bedarf einmal täglich. Wenn dein Hund das Spray nicht mag, kannst du es auch auf ein Tuch sprühen und ihn kurz daran schnuppern lassen.
💡 Tipp: Keine abschwellenden Sprays für Menschen verwenden – sie können schwere Schleimhautreizungen und Kreislaufprobleme verursachen.
Frische Luft & Ruhe
Bei einer leichten Erkältung oder Reizung der Atemwege hilft ein ausgewogener Wechsel zwischen Bewegung und Erholung. Frische, kühle Luft wirkt wohltuend auf die Schleimhäute, während Ruhephasen den Körper entlasten.
Anleitung:
Vermeide Zugluft, Regen und starken Wind, besonders nach dem Spaziergang. Gehe stattdessen mehrmals täglich kürzere, ruhige Runden. Sorge zu Hause für einen warmen, zugfreien Liegeplatz, damit dein Hund sich entspannen und regenerieren kann.
💡 Tipp: Auch bei mildem Hundeschnupfen gilt: kein intensives Sielen oder Springen, bis die Symptome abklingen. Das spart Energie und stärkt das Immunsystem.
Ernährung & Immunsystem stärken
Eine starke Abwehrkraft schützt deinen Hund langfristig vor Infekten und Erkältungen. Eine ausgewogene Ernährung mit essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Spurenelementen unterstützt die Schleimhäute und das gesamte Immunsystem.
Setze auf hochwertiges Hundefutter mit Omega-3-Fettsäuren, Zink, Vitamin A und D. Zusätzlich kannst du natürliche Zusätze wie Hagebuttenpulver oder Bierhefe einsetzen, um die körpereigene Abwehr zu fördern. Auch eine gute Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend – frisches Wasser sollte immer bereitstehen.
💡 Tipp: Besonders in der kalten Jahreszeit kann ein gezieltes Ergänzungsprodukt helfen, das Immunsystem deines Hundes stabil zu halten.

Der Probiotika-Mix von Vetura stärkt die Darmflora und damit auch das Immunsystem deines Hundes – wichtig, um Atemwegsreizungen und häufiges Niesen besser abzuwehren. Die Kombination aus Bacillus velezensis, Flohsamenschalen, Bierhefe und Schwarzkümmelöl kann den Körper dabei unterstützen, Entzündungen zu regulieren und allergiebedingtes Niesen zu lindern.

Anwendung: Mit dem enthaltenen Dosierlöffel wird der Probiotika-Mix ganz einfach ins Futter deines Hundes gemischt.
Dosierungsempfehlung: Die empfohlene Menge liegt bei 1 g Pulver je 3 kg Körpergewicht täglich. Ein Messlöffel fasst etwa 4 g Pulver. Mische das Pulver einfach unter das gewohnte Futter deines Hundes. Bei wiederkehrenden Atemwegsreizungen oder saisonalem Niesen empfiehlt sich eine Anwendung über mehrere Wochen, um die Darmgesundheit und damit auch die Abwehrkräfte langfristig zu stärken.
Du kannst unser Produkt risikolos testen mit der 60 Tage Geld-Zurück-Garantie. Wenn du die Bestellung vor 15:00 Uhr aufgibst, wird sie im Normalfall schon am nächsten Tag geliefert und du kannst das Produkt direkt anwenden. Wir empfehlen für den Einstieg eine niedrige Dosis zu verwenden und dann langsam zu steigern. Für eine kontinuierliche Unterstützung kann das Produkt auch langfristig gefüttert werden.
Hundeschnupfen, Allergie oder ernstzunehmende Infektion? Wann du mit deinem Hund zum Tierarzt solltest
Niesen ist beim Hund grundsätzlich ein Schutzreflex – es befreit die Atemwege von Staub, Pollen oder kleinen Fremdkörpern. Wenn das Niesen aber häufig, anhaltend oder mit weiteren Symptomen auftritt, solltest du aufmerksam werden.
Ein Tierarztbesuch ist ratsam, wenn dein Hund:
- über mehrere Tage ständig niest oder zusätzlich Husten, Nasenausfluss oder tränende Augen zeigt,
- blutigen oder eitrigen Ausfluss aus der Nase hat,
- Fieber, Mattigkeit oder Appetitlosigkeit entwickelt,
- den Kopf schüttelt oder sich auffällig häufig die Nase reibt (Hinweis auf Fremdkörper),
- beim Atmen pfeifende oder röchelnde Geräusche macht.
Aus meiner Erfahrung in der Praxis weiß ich, dass viele Hundehalter erst dann kommen, wenn die Symptome bereits seit Tagen bestehen oder sich verschlimmert haben. Dabei ist gerade bei Atemwegserkrankungen eine frühe Reaktion entscheidend, um Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder chronische Reizungen zu vermeiden.
Je früher die Ursache erkannt wird – ob Infekt, Allergie oder Fremdkörper – desto besser lässt sich der Hund behandeln und desto schneller kann er sich erholen. Lieber also einmal zu früh beim Tierarzt vorstellig werden als zu spät.
Was ist der Unterschied zwischen Rückwärtsniesen und „normalem“ Niesen?
Beim normalen Niesen stößt der Hund Luft explosionsartig durch die Nase aus – meist, um Staub, Pollen oder kleine Partikel zu entfernen. Das Rückwärtsniesen hingegen sieht bedrohlicher aus: Der Hund zieht dabei mehrfach schnell Luft durch die Nase ein, was wie ein lautes Schnorcheln oder Röcheln klingt.
Die Ursache liegt meist in einer vorübergehenden Reizung des Gaumensegels – ausgelöst durch Aufregung, kalte Luft oder Zugluft. In den meisten Fällen ist Rückwärtsniesen harmlos und verschwindet von selbst wieder. Wenn die Anfälle jedoch häufig oder länger auftreten, sollte ein Tierarzt mögliche Ursachen wie Allergien oder Atemwegsreizungen abklären.
Fazit
Gelegentliches Niesen ist bei Hunden meist harmlos und hilft, die Atemwege von Staub oder Pollen zu befreien. Wenn das Niesen jedoch häufig auftritt oder von Symptomen wie Husten, Nasenausfluss oder Müdigkeit begleitet wird, solltest du frühzeitig reagieren und deinen Tierarzt aufsuchen.
Hausmittel wie Inhalation, erhöhte Luftfeuchtigkeit und eine ausgewogene Ernährung können die Genesung unterstützen. Auch der Probiotika-Mix von Vetura kann hilfreich sein, indem er die Darmflora stärkt, das Immunsystem unterstützt und so allergiebedingtes oder stressbedingtes Niesen lindern kann. Damit hilft er deinem Hund, widerstandsfähiger und gesünder durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Häufige Fragen zum Thema „Hund niest“
Unser Probiotika-Mix für Hunde wurde entwickelt, um die Darmflora deines Hundes natürlich zu unterstützen.



