Herzwürmer beim Hund: Behandlung, Symptome und Vorbeugung

Herzwürmer sind eine der gefährlichsten parasitären Infektionen, die Hunde betreffen können. Anders als andere Würmer, die den Darm befallen, siedeln sich Herzwürmer im Herz, in der Lunge und in den Blutgefäßen an und können zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Problemen führen.

In diesem Artikel erhältst du die wichtigsten Informationen zu Infektion, Symptomen, Behandlung und Vorbeugung.

Was sind Herzwürmer?

Herzwürmer sind parasitäre Fadenwürmer der Art Dirofilaria immitis, die vor allem Hunde befallen. Die Erkrankung wird als Herzwurmkrankheit oder Dirofilariose bezeichnet. Herzwürmer beim Hund entwickeln sich im Blutkreislauf und siedeln sich später im Herz, in der Lunge sowie in großen Blutgefäßen an.

💡Neben Dirofilaria immitis existieren weitere Filarienarten wie Dirofilaria repens. Diese Parasiten werden ebenfalls durch Stechmücken übertragen, verursachen jedoch meist keine Herzwurmkrankheit, sondern befallen vor allem das Gewebe der Haut

Die erwachsenen Würmer können bis zu 30 cm lang werden und mehrere Jahre im Körper des Tieres leben. Wenn sich viele Parasiten ansiedeln, kann ein starker Herzwurmbefall entstehen. In solchen Fällen können Blutgefäße und die rechte Herzhälfte belastet werden, was langfristig zu schweren Schädigungen von Herz, Lunge und anderen Organen führen kann.

Wichtige Fakten zu Herzwürmern

  • Erreger: Dirofilaria immitis, eine Art von Filarien (parasitische Fadenwürmer)
  • Übertragung: durch den Stich einer infizierten Stechmücke, die Larven in den Blutkreislauf überträgt
  • Entwicklung: Die Larven durchlaufen mehrere Larvenstadien, bevor sie zu erwachsenen Würmern heranwachsen
  • Krankheitsverlauf: Die Herzwurmerkrankung entwickelt sich meist langsam über Monate
  • Risiko: Unbehandelt kann der Befall für einen Hund zur Lebensgefahr werden

In meiner Praxis sehe ich diese Parasiten besonders häufig bei Hunden, die im Urlaub oder über den Tierschutz aus dem Ausland übernommen wurden oder mit ihren Besitzern in Risikogebiete gereist sind. Dazu zählen vor allem Regionen im Mittelmeerraum oder im Süden Europas, in denen bestimmte Mückenarten als Überträger vorkommen.

Wie werden Herzwürmer übertragen?

Die Übertragung von Herzwürmern beim Hund erfolgt ausschließlich über Stechmücken. Diese Mückenarten fungieren als Überträger der Parasiten. Anders als viele andere Würmer, die über Kot oder infizierte Nahrung aufgenommen werden, entsteht eine Herzwurminfektion erst nach dem Stich einer infizierten Mücke.

Der Entwicklungszyklus der Dirofilaria immitis ist eng an diese Insekten gebunden. Ohne Mücke kann sich die Herzwurmkrankheit nicht weiterverbreiten.

Der Infektionsprozess

Die Infektion und der Lebenszyklus der Dirofilarien verläuft in mehreren Schritten:

  1. Stich einer infizierten Mücke: Eine Stechmücke, die zuvor ein infiziertes Tier gestochen hat, nimmt Mikrofilarien im Blut auf. Beim nächsten Stich werden infektiöse Larven auf einen neuen Hund übertragen.
  2. Larvenstadium im Körper: Die Parasiten gelangen über den Blutkreislauf in den Körper des Hundes. Dort entwickeln sie sich in verschiedenen Larvenstadien weiter.
  3. Entwicklung zu adulten Würmern: Innerhalb von etwa sechs bis sieben Monaten reifen die Parasiten zu erwachsenen Würmern heran. Diese siedeln sich vor allem in den großen Blutgefäßen, der Lunge und im Herz an.
  4. Vermehrung der Parasiten: Geschlechtsreife Herzwürmer produzieren neue Mikrofilarien, die im Blutkreislauf zirkulieren. Wird der Vierbeiner anschließend erneut von einer Stechmücke gestochen, nimmt diese die Larven auf und der Zyklus beginnt von vorn.

💡 Wichtig zu wissen: Eine direkte Übertragung von Herzwürmern von Haustier zu Haustier findet nicht statt. Die Mücke ist immer der notwendige Zwischenwirt. Katzen haben die Infektion zudem seltener, da sie im Vergleich zu Hunden keine idealen Wirte sind. Auch wir Menschen sind ein Fehlwirt, bei dem die Parasiten nicht lange überleben.

Wo kommen Herzwürmer vor?

Die Herzwurmerkrankung tritt besonders häufig in warmen und feuchten Regionen auf, in denen geeignete Mückenarten vorkommen. Dazu zählen vor allem Länder in Süd- und Südosteuropa und dem gesamten Mittelmeerraum, etwa Spanien, Italien, Griechenland oder Portugal. Auch Teile der USA gehören zu bekannten Risikogebieten.

In den letzten Jahren zeigen Studien und tiermedizinische Informationen, dass sich bestimmte Stechmücken aufgrund steigender Temperaturen zunehmend weiter nach Norden ausbreiten. Dadurch steigt auch das Risiko für eine Herzwurmkrankheit beim Hund in Mitteleuropa.

Wichtige Risikogebiete in Europa

  • Mittelmeerraum: Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Südfrankreich
  • Balkanregion: Kroatien, Serbien, Montenegro, Bulgarien und Rumänien
  • Mitteleuropa: einzelne Nachweise in Süddeutschland und Österreich

Besonders Hunde, die aus dem Ausland adoptiert wurden oder mit ihren Besitzern in den Urlaub in den Süden reisen, können mit Dirofilariose in Kontakt kommen.

💡 Aus tierärztlicher Sicht lohnt sich deshalb eine gute Vorbeugung, vor allem während der Mückensaison und bei Reisen in bekannte Risikogebiete.

Symptome der Herzwurmerkrankung beim Hund

Die Herzwurmerkrankung entwickelt sich meist langsam. Nach einer Herzwurminfektion können Monate vergehen, bevor erste Symptome beim Hund sichtbar werden. Der Grund: Die Larven der Dirofilaria immitis benötigen Zeit, um sich im Blutkreislauf zu erwachsenen Würmern zu entwickeln und sich in Herz, Lunge und großen Blutgefäßen anzusiedeln.

Die ersten Anzeichen sind sehr unspezifisch. Aus meiner Erfahrung weiß ich: Viele Besitzer bringen ihren Vierbeiner erst später in meine Praxis, weil die Symptome zunächst mild wirken. Deshalb rate ich Menschen bei plötzlichen Änderungen bei ihren Haustieren lieber zu früh als zu spät zu handeln.

Frühe Symptome einer Herzwurminfektion

Zu Beginn eines Herzwurmbefalls beim Hund zeigen sich häufig nur leichte Veränderungen im Verhalten oder in der Belastbarkeit:

  • Müdigkeit und geringere Leistungsfähigkeit: Der Hund wirkt schneller erschöpft und hat weniger Ausdauer beim Spaziergang oder Spielen.
  • Leichter Husten: Besonders nach körperlicher Belastung kann gelegentlich Husten auftreten. Ursache ist häufig eine Reizung der Lunge oder der Blutgefäße.
  • Gewichtsverlust und reduzierter Appetit: Manche Vierbeiner fressen weniger und verlieren langsam an Gewicht.

💡 Viele dieser Symptome werden zunächst nicht mit Herzwürmern beim Hund in Verbindung gebracht, da sie auch bei anderen Erkrankungen auftreten können.

Fortgeschrittene Symptome und mögliche Komplikationen

Mit zunehmender Stärke der Wurmlast können die Parasiten erhebliche Schädigungen im Herz-Kreislauf-System verursachen. In diesem Stadium wird die Herzwurmerkrankung deutlich gefährlicher.

Typische Anzeichen sind:

  • Starke Atemnot und Hustenanfälle: Der Hund bekommt schneller schlecht Luft, teilweise auch in Ruhe. In seltenen Fällen kann Husten mit Blut auftreten.
  • Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum (Aszites): Durch die Belastung der rechten Herzhälfte kann sich Flüssigkeit im Bauchraum sammeln.
  • Schwäche oder Kollaps: Wenn viele erwachsene Würmer die Blutgefäße oder das Herz beeinträchtigen, kann es zu plötzlicher Schwäche oder Kreislaufproblemen kommen.

💡 Aus tierärztlicher Sicht ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, da eine unbehandelte Herzwurmerkrankung beim Hund im Verlauf zu einer ernsthaften Gefahr für den gesamten Körper werden kann.

Diagnose: Wie erkennt man Herzwürmer beim Hund?

Um den Befall mit Herzwürmern zu diagnostizieren ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unumgänglich. Wenn du dir Sorgen um die Gesundheit deines Hundes machst, bekommst du hier Antworten und Behandlungsoptionen, die schnell wirken. Je früher gehandelt wird, desto einfacher können die Parasiten entfernt und ihre Spuren behoben werden.

Wann sollte ein Hund auf Herzwürmer getestet werden?

Ein Test auf Herzwürmer beim Hund kann sinnvoll sein, wenn dein Vierbeiner:

  • aus dem Auslandstierschutz stammt oder mit seinen Besitzern in Risikogebiete gereist ist
  • ungewöhnlich schnell ermüdet oder nach kurzer Belastung hustet
  • Atemprobleme oder Anzeichen einer Herz- oder Lungenerkrankung zeigt
  • Symptome wie blutigen Husten oder Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum entwickelt

💡 Auch ohne sichtbare Symptome kann ein Test sinnvoll sein, wenn ein erhöhtes Risiko für eine Herzwurm infektion besteht.

Diagnosemethoden: Wie stellt der Tierarzt Herzwürmer fest?

Zur Abklärung eines möglichen Herzwurmbefalls stehen in der Tiermedizin mehrere Untersuchungen zur Verfügung. In vielen Fällen werden diese Methoden kombiniert, um ein möglichst genaues Bild der Erkrankung zu erhalten.

1. Antigen-Test (Bluttest)

Der sogenannte ELISA Test ist die wichtigste Methode zur Diagnose der Herzwurmkrankheit.

  • weist spezifische Proteine von Dirofilaria immitis im Blut nach
  • erkennt vor allem erwachsene Würmer im Körper
  • liefert meist erst etwa 6–7 Monate nach der Infektion ein zuverlässiges Ergebnis

2. Mikrofilarien-Nachweis

Bei dieser Untersuchung wird das Blut mikroskopisch untersucht.

  • Nachweis von Mikrofilarien, also Larven der Dirofilarien
  • zeigt an, dass sich die Parasiten bereits vermehren
  • nicht bei allen infizierten Hunden nachweisbar

3. Bildgebende Verfahren

Zusätzliche Untersuchungen helfen dabei, mögliche Auswirkungen der Herzwurmerkrankung auf den Körper zu beurteilen.

  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs zur Beurteilung von Lunge und Blutgefäßen
  • Echokardiographie (Ultraschall des Herzens), um Herzwürmer in großen Gefäßen oder im Herz sichtbar zu machen

💡 Da ein Herzwurmbefall erst nach einiger Zeit im Test erkennbar ist, empfehlen Tierärzte häufig eine Wiederholung der Untersuchung, besonders nach Reisen in den Mittelmeerraum oder andere bekannte Risikogebiete.

Behandlung von Herzwürmern beim Hund

Die Behandlung der Herzwurmkrankheit ist komplex und sollte immer unter tierärztlicher Kontrolle erfolgen. Wenn erwachsene Würmer im Herz absterben, können sie sich in den Blutgefäßen festsetzen und den Blutfluss behindern. Deshalb erfolgt die Therapie in mehreren sorgfältig geplanten Schritten, um das Tier möglichst sicher zu behandeln.

Die Therapie wird individuell an die Wurmlast, den Gesundheitszustand des Tieres und mögliche Schädigungen an Herz, Lunge und Blutgefäßen angepasst. Ziel der Therapie ist es, sowohl erwachsene Würmer als auch Mikrofilarien im Blutkreislauf zu beseitigen und gleichzeitig Komplikationen zu vermeiden.

Erste Phase: Stabilisierung des Hundes

Zu Beginn der Behandlung wird der Hund meist medizinisch stabilisiert, bevor die eigentliche Bekämpfung der Parasiten startet.

Typische Maßnahmen können sein:

  • Entzündungshemmende Medikamente oder Cortison: Sie können helfen, Entzündungsreaktionen im Körper zu reduzieren, die durch den Herzwurmbefall entstehen.
  • Antibiotikum (z. B. Doxycyclin): Wird häufig eingesetzt, um begleitende bakterielle Infektionen zu kontrollieren, die mit Dirofilaria immitis in Zusammenhang stehen können.
  • Strikte Bewegungseinschränkung: Ruhe ist in dieser Phase besonders wichtig, da körperliche Belastung das Risiko für Komplikationen im Herz-Kreislauf-System erhöhen kann.

👉 Tipp: Während und nach einer Antibiotika-Behandlung ist es wichtig, die Darmflora zu unterstützen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Zweite Phase: Abtötung der erwachsenen Herzwürmer

Sobald der Hund stabil ist, beginnt die eigentliche Behandlung gegen die adulten Herzwürmer.

  • Häufig wird der Wirkstoff Melarsomin eingesetzt, ein Medikament zur Bekämpfung der erwachsenen Würmer.
  • Die Injektionen erfolgen in der Regel über mehrere Wochen verteilt, um den Herzwurmbefall möglichst kontrolliert zu behandeln.

Diese Phase erfordert eine besonders enge tierärztliche Betreuung, da abgestorbene Parasiten den Blutfluss in den Gefäßen beeinträchtigen können.

In einigen Fällen wird alternativ oder ergänzend die sogenannte Slow Kill Methode eingesetzt. Dabei werden über einen längeren Zeitraum Medikamente wie Ivermectin oder Milbemycin sowie häufig Doxycyclin verabreicht. Diese Behandlung zielt darauf ab, die Herzwürmer langsam abzutöten und gleichzeitig die Entwicklung neuer Larven zu verhindern.

Die Methode wird meist dann diskutiert, wenn eine klassische Therapie mit Melarsomin nicht möglich ist. Allerdings dauert diese Form der Therapie deutlich länger und wird in der Tiermedizin unterschiedlich bewertet.

Dritte Phase: Eliminierung der Mikrofilarien

Nachdem die erwachsenen Würmer behandelt wurden, richtet sich die Therapie gegen die im Blut zirkulierenden Mikrofilarien.

  • Häufig verwendete Wirkstoffe sind Ivermectin oder Milbemycin.
  • Diese Medikamente sollen verbleibende Larven im Blutkreislauf reduzieren und damit die weitere Übertragung durch Stechmücken verhindern.

💡 Während der gesamten Herzwurm Therapie ist körperliche Ruhe entscheidend. Intensive Bewegung kann das Risiko erhöhen, dass abgestorbene Würmer in die Lunge gelangen und dort den Blutfluss beeinträchtigen.

Unterstützende Therapie und Nachsorge

Nach der eigentlichen Behandlung spielt die Nachsorge eine wichtige Rolle, um die Gesundheit des Haustiers langfristig zu stabilisieren.

Herz- und Kreislaufunterstützung: Manche Hunde benötigen nach der Behandlung Medikamente zur Herzstärkung (z. B. ACE-Hemmer oder Diuretika).

✔ Ernährung und allgemeine Gesundheit: Eine ausgewogene Ernährung mit Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren kann helfen, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken.

✔ Regelmäßige Kontrollen und Nachtests: Der Hund sollte 6 Monate nach der Behandlung erneut getestet werden, um sicherzugehen, dass keine neuen Würmer vorhanden sind.

💡 Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen – unbehandelt kann die Erkrankung tödlich enden!

Wie teuer ist die Behandlung von Herzwürmern beim Hund?

Die Behandlung der Herzwurmerkrankung beim Hund ist meist aufwendig und kann mehrere tierärztliche Schritte umfassen. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt vor allem vom Stadium der Erkrankung, der Wurmlast sowie von notwendigen Untersuchungen und Medikamenten ab. Dazu gehören häufig Diagnostik, medikamentöse Therapie, Nachkontrollen und in schweren Fällen auch ein Aufenthalt in einer Tierklinik.

Mögliche Kosten je nach Krankheitsstadium:

Krankheitsstadium

Behandlungskosten

Frühe Diagnose und medikamentöse Behandlung

500–1.000 €

Mittelschwere Herzwurmerkrankung mit Beteiligung von Herz und Lunge

1.500–3.000 €

Schwere Verläufe mit hohem Herzwurmbefall und möglichem chirurgischem Eingriff

3.000 €+

Die tatsächlichen Kosten können je nach Tier, Region und Umfang der Behandlung variieren. Auch zusätzliche Untersuchungen oder Medikamente können den Gesamtpreis beeinflussen.

💡 Aus tierärztlicher Sicht ist eine gute Vorbeugung gegen Herzwürmer beim Hund besonders wichtig. Präventive Maßnahmen und regelmäßige Tests sind in vielen Fällen deutlich weniger aufwendig als die spätere Behandlung einer fortgeschrittenen Herzwurmkrankheit.

Kann eine Herzwurmerkrankung beim Hund geheilt werden?

Die Herzwurmerkrankung beim Hund kann in vielen Fällen behandelt werden. Wie gut die Prognose ist, hängt jedoch stark vom Zeitpunkt der Diagnose, der Wurmlast und möglichen Schädigungen an Herz, Lunge und Blutgefäßen ab.

Je früher eine Herzwurminfektion erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Gleichzeitig gilt die Therapie als anspruchsvoll und sollte immer unter tierärztlicher Betreuung erfolgen.

Heilungschancen je nach Krankheitsverlauf:

Krankheitsstadium

Heilungschancen

Frühe Diagnose und rechtzeitige Therapie

Gute Chancen, vollständige Heilung möglich

Mittelschwere Herzwurmerkrankung mit Beteiligung von Herz und Lunge

Gute Heilungschancen, aber möglicherweise bleibende Schäden

Fortgeschrittener Herzwurmbefall mit schweren Organproblemen

Behandlung schwierig, langfristige tierärztliche Betreuung oft notwendig

💡 Besonders bei Hunden, die aus dem Ausland stammen oder in bekannte Risikogebiete reisen, können regelmäßige Tests helfen, eine Infektion frühzeitig zu erkennen.

Können Hunde nach einer Herzwurminfektion ein normales Leben führen?

Viele Hunde können nach einer erfolgreichen Behandlung der Herzwürmer wieder ein weitgehend normales Leben führen. Entscheidend ist dabei, wie stark das Herz-Kreislauf-System während der Erkrankung belastet wurde.

Mögliche Langzeitfolgen sind:

  • Bleibende Veränderungen an Herz oder Lunge: Manche Vierbeiner benötigen dauerhaft Medikamente zur Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems.
  • Reduzierte Belastbarkeit: Besonders bei schwerem Herzwurmbefall kann die körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt bleiben.
  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen: Nach einer überstandenen Herzwurmerkrankung empfehlen Tierärzte meist wiederkehrende Untersuchungen, um mögliche Spätfolgen früh zu erkennen.

💡 Wird ein Herzwurmbefall beim Hund früh entdeckt und behandelt, sind die Aussichten in vielen Fällen deutlich besser als bei einer spät erkannten Erkrankung.

Rückfälle und Reinfektionen

Auch nach einer erfolgreichen Therapie bleibt das Risiko für eine neue Herzwurminfektion bestehen. Der Grund: Stechmücken können weiterhin Larven der Dirofilaria immitis übertragen.

Besonders während der Mückensaison, bei Reisen in den Mittelmeerraum oder in andere bekannte Risikogebiete, sollten Besitzer daher auf geeignete Schutzmaßnahmen achten. Regelmäßige Vorsorge und tierärztliche Beratung helfen, eine erneute Infektion zu vermeiden.

Herzwürmer oder Lungenwürmer beim Hund? Die wichtigsten Unterschiede

Viele Besitzer verwechseln Herzwürmer beim Hund mit Lungenwürmern, da beide Parasiten Atemprobleme verursachen können. Trotzdem handelt es sich um zwei unterschiedliche Erkrankungen durch Wurmbefall, die sich in Übertragung, Diagnose und Behandlung deutlich unterscheiden.

Während Herzwürmer (Dirofilaria immitis) vor allem Herz, Lunge und große Blutgefäße befallen, leben Lungenwürmer (Angiostrongylus vasorum) hauptsächlich in den Gefäßen der Lunge.

Vergleich: Herzwürmer und Lungenwürmer

Merkmal

Herzwürmer
(Dirofilaria immitis)

Lungenwürmer
(Angiostrongylus vasorum)

Übertragung

Stich infizierter Stechmücken

Aufnahme von Schnecken oder infizierten Zwischenwirten

Befallene Organe

Herz, Lunge, große Blutgefäße

Gefäße der Lunge

Typische Symptome

Husten, Atemnot, verminderte Belastbarkeit

chronischer Husten, Atemprobleme, teilweise Blutungsneigung

Diagnose

Bluttest (z. B. ELISA Test), Röntgen oder Ultraschall

Kotuntersuchung und spezielle Labortests

Behandlung

mehrstufige Therapie mit Medikamenten und strikter Ruhe

Entwurmung mit antiparasitären Mitteln

Prognose

bei starkem Herzwurmbefall potenziell schwerer Verlauf

häufig gute Heilungschancen

💡 Wichtig: Lungenwürmer lassen sich in vielen Fällen relativ gut behandeln. Ein unbehandelter Herzwurmbefall beim Hund kann dagegen zu schweren Schädigungen im Herz-Kreislauf-System führen. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose bei Verdacht auf Herzwürmer beim Hund besonders wichtig.

Vorbeugung: Wie schützt du deinen Hund effektiv?

Da Herzwürmer ausschließlich durch Mückenstiche übertragen werden, ist die beste Strategie zur Vorbeugung ein effektiver Schutz vor Stechmücken.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung

✔ Vermeidung von Mückenstichen:

  • Spaziergänge in der Dämmerung und nachts vermeiden, da Mücken in dieser Zeit am aktivsten sind.
  • Mückengitter und Moskitonetze nutzen, um den Schlafplatz des Hundes zu schützen.

✔ Regelmäßige Tests für Hunde aus Risikogebieten:

  • Hunde, die aus Südeuropa oder dem Auslandstierschutz stammen, sollten auf Herzwürmer getestet werden.
  • Nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet empfiehlt sich ein Bluttest nach 6 Monaten, da die Würmer erst dann nachweisbar sind.

✔ Präventive Medikamente gegen Herzwürmer:

In stark betroffenen Regionen kann der Tierarzt monatliche Antiparasitenmittel verschreiben, um die Entwicklung der Larven im Körper zu verhindern.

✔ Wirksamer Insektenschutz:

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Fazit: Herzwürmer beim Hund früh erkennen und vorbeugen

Herzwürmer gehören zu den gefährlicheren Parasiten bei Hunden, da sie wichtige Organe wie Herz und Lunge betreffen können. Die Erkrankung entwickelt sich oft unbemerkt über längere Zeit. Achte deshalb auf Veränderungen wie Husten, schnelle Erschöpfung oder Atemprobleme und lass deinen Hund bei Verdacht tierärztlich untersuchen.

Besonders bei Reisen in Risikogebiete oder bei Hunden aus dem Auslandstierschutz lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle. Mit frühzeitiger Diagnose, geeigneter Behandlung und vorbeugenden Maßnahmen lässt sich das Risiko für deinen Vierbeiner deutlich reduzieren.

Häufige Fragen zur Herzwurmerkrankung beim Hund

Die ersten Symptome sind oft unspezifisch, darunter:

  • Husten, besonders nach Anstrengung
  • Müdigkeit und schnelle Erschöpfung
  • Gewichtsverlust

In späteren Stadien treten Atemnot, Wasseransammlungen im Bauch und Herzversagen auf.

💡 Ein Bluttest ist die einzige sichere Methode zur Früherkennung!

Die Inkubationszeit beträgt 6–7 Monate, da die Larven Zeit brauchen, um sich zu erwachsenen Würmern zu entwickeln. In den ersten Monaten bleibt der Hund meist symptomfrei.

Nein. Ohne Behandlung vermehren sich die Würmer weiter und können das Herz und die Lunge irreversibel schädigen.

Eine unbehandelte Herzwurmerkrankung ist in der Regel tödlich!

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten:
1️⃣ Stabilisierung des Hundes (Cortison, Antibiotika).
2️⃣ Abtöten der adulten Würmer (Melarsomin-Injektionen).
3️⃣ Beseitigung der Larven (Mikrofilarien) mit Ivermectin oder Milbemycin.

Während der Behandlung ist strikte Ruhe notwendig, um tödliche Komplikationen zu vermeiden!

Ja, aber nur mit einer rechtzeitigen und sorgfältigen Behandlung. In schweren Fällen bleiben dauerhafte Schäden an Herz und Lunge zurück.

✔ Bei früher Behandlung und konsequenter Nachsorge ist ein normales Leben oft möglich.
❌ Unbehandelt führt die Krankheit in vielen Fällen zum Tod.

Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind essentiell!

Herzwürmer sind eine Zoonose, aber sie können sich beim Menschen nicht im Herzen entwickeln. In seltenen Fällen können die Larven jedoch kleine Lungenknoten bilden, die in Röntgenaufnahmen sichtbar sind.

Ein infizierter Hund kann Mikrofilarien im Blut haben, die durch Mücken weiterverbreitet werden. Nach einer erfolgreichen Behandlung ist der Hund jedoch nicht mehr ansteckend.

Da es keine sichere Heilung gibt, ist Prävention der beste Schutz!

✔ Mückenstiche verhindern – Spaziergänge in der Dämmerung vermeiden
✔ Mückennetze und Schutzmaßnahmen in Risikogebieten nutzen
✔ Natürlicher Insektenschutz mit abwehrenden Wirkstoffen (Saltidin®, ätherische Öle)
✔ Regelmäßige Tests nach Reisen in gefährdete Regionen

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[1] Dr. Nora Hofmann, Lanxess. https://lanxess.com/de-de/inside-lanxess/x-plain/stories/2022/effektiver_mueckenschutz