Stinkende Blähungen beim Hund: 6 Hausmittel & Tipps vom Tierarzt

Viele Hundebesitzer kennen die Situation: Dein Hund liegt entspannt auf seinem Platz, doch plötzlich breitet sich ein unangenehm intensiver Geruch im Raum aus. Stinkende Blähungen beim Hund sind nicht nur peinlich, sondern für viele Vierbeiner auch mit Bauchgrummeln, Darmgeräuschen und spürbarem Unwohlsein verbunden. In meiner tierärztlichen Praxis gehört dieses Thema zu den häufigsten Fragen rund um den Magen-Darm-Trakt.
Damit du besser einschätzen kannst, was hinter den Beschwerden steckt, zeige ich dir die wichtigsten Ursachen für Blähungen, stelle dir hilfreiche Hausmittel vor und gebe dir Tipps, wie du die Verdauung deines Hundes langfristig unterstützen kannst. So kannst du deinem Hund schnell und gleichzeitig nachhaltig Erleichterung verschaffen.
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Dr. Ilse Ertl
Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Tierärztin Dr. Ilse Ertl erstellt. Sie besitzt seit 20 Jahren eine eigene Kleintierpraxis in der Nähe von München und gibt ihr Wissen gerne an interessierte Hundebesitzer weiter.
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Das Wichtigste in Kürze
Ursachen
Blähungen entstehen meist durch falsche Ernährung, oder eine gestörte Darmflora.
Hausmittel
Es gibt mehrere Hausmittel, die deinem Hund bei akuten Blähungen helfen können.
Langfristige Lösung
Präbiotika und Probiotika können helfen, die Darmflora deines Hundes zu unterstützen.
Ursachen von Blähungen bei Hunden
Blähungen, auch als Flatulenzen bezeichnet, werden von Gasen im Verdauungstrakt wie Kohlendioxid, Methan oder schwefelhaltigen Gasen ausgelöst. Die Ursachen dafür können vielfältig sein:
Falsche Ernährung
Blähungen entstehen oft durch falsche Ernährung. Bestimmte Futterbestandteile wie Getreide, Erbsen, Bohnen, Kohl, Laktose, zu viel Fett oder schwer verdauliche Kohlenhydrate können Gase im Darm verursachen ebenso wie zu kaltes Futter. Ein erster Schritt ist also, das Futter deines Hundes zu überprüfen. Hochwertiges Hundefutter, das speziell auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist, kann oft schon Wunder wirken. Sprich auch mit deinem Tierarzt über eine mögliche Futterumstellung. Bei Welpen mit Blähungen ist dies besonders wichtig, da junge Hunde empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren können.
Auch ein Überschuss an schwer verdaulichem Bindegewebe, wie es in Kauartikeln (Ochsenziemer, Rinderohren, usw.), und Innereien vorkommt, kann Blähungen verursachen. Bei diesen Futtermitteln gelangen unverdaute Eiweißbestandteile in den Dickdarm und durch die Fermentierung entstehen schwefelhaltige Gase.
Futterunverträglichkeiten und Allergien
Wenn Blähungen regelmäßig auftreten, steckt häufig eine Unverträglichkeit dahinter. Viele Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte tierische Proteine, Milchprodukte oder Getreidesorten. Weitere Hinweise können Juckreiz, Hautprobleme oder wiederkehrende Verdauungsbeschwerden sein.
Schlucken von Luft beim Fressen
Hunde, die sehr hastig fressen oder unter Stress stehen, schlucken dabei große Mengen Luft. Diese gelangt in den Verdauungstrakt und führt zu vermehrten Darmgasen und Schluckauf. Besonders kurzköpfige Rassen wie Bulldoggen, Boxer oder Möpse sind davon betroffen. Spezielle Anti-Schling-Näpfe* oder erhöhte Futternäpfe* können helfen, dass weniger Luft in den Magen gelangt.
Dysbiose
Ein Ungleichgewicht in der Darmflora (Dysbiose) kann ebenfalls zu Blähungen führen. Eine gesunde Darmflora ist die Grundlage für eine gesunde Verdauung und der effizienten Aufnahme von Nährstoffen. Ist das Gleichgewicht der Bakterien im Darm gestört, kann es zu einer verstärkten Gasbildung kommen.
Krankheiten und Infektionen
Einige Erkrankungen verursachen neben Durchfall oder Erbrechen auch stark riechende Blähungen. Dazu gehören u. a.:
- Würmer
- Giardien
- Reizdarmsyndrom
- Maldigestion oder Bauchspeicheldrüsenprobleme
Wenn dein Hund zusätzlich Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen oder einen aufgeblähten Bauch zeigt, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Bewegungsmangel
Ein Hund, der sich wenig bewegt, hat eine trägere Darmtätigkeit. Das führt dazu, dass Gase länger im Darm verbleiben und intensiver riechen. Regelmäßige Bewegung regt die Darmmotilität an und beugt Problemen vor.
Medikamente
Einige Medikamente verändern die Verdauung oder die Darmflora und können dadurch Blähungen verursachen. Dazu zählen zum Beispiel bestimmte Schmerzmittel oder Antibiotika. Falls du einen Zusammenhang vermutest, sprich deinen Tierarzt darauf an.
Symptome von Blähungen beim Hund
Stinkende Blähungen sind oft nur eines der Anzeichen dafür, dass im Magen-Darm-Trakt deines Hundes etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. In meiner tierärztlichen Praxis beobachte ich häufig, dass folgende Symptome zusätzlich auftreten:
- Häufige Blähungen oder vermehrtes „Pupsen“: Wenn dein Hund deutlich öfter oder stärker pupst als sonst, deutet das auf eine gesteigerte Gasbildung im Darm hin.
- Laute Darmgeräusche oder Bauchgrummeln: Blubbernde oder „grollende“ Geräusche entstehen, wenn sich Darmgase bewegen oder Futter schlecht verdaut wird.
- Verstopfung oder erschwertes Kotabsetzen: Manche Hunde zeigen bei starker Gasansammlung auch Probleme beim Absetzen des Kots, weil der Dickdarm gereizt oder verkrampft ist.
- Unwohlsein, Bauchschmerzen oder Unruhe: Betroffene Hunde liegen häufiger, wechseln öfter die Position oder wirken angespannt. Manche vermeiden Körperkontakt, weil der Bauch empfindlich ist.
Diese Anzeichen helfen dir einzuschätzen, wie stark die Beschwerden sind und ob du zeitnah handeln solltest.
Wann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden?
Blähungen sind meist harmlos, aber in einigen Fällen können sie auf ernste Probleme hindeuten. Besonders gefährlich wird es, wenn die Gase nicht entweichen können und sich der Bauch aufbläht. In meiner tierärztlichen Praxis gilt daher: Wenn folgende Symptome auftreten, ist eine Untersuchung unbedingt erforderlich:
- Blähbauch – besonders, wenn dein Hund Schmerzen zeigt.
- starker Unruhe oder offensichtlichem Unwohlsein.
- Durchfall, Erbrechen oder Appetitlosigkeit.
- extrem faulig riechenden Blähungen, die auf Parasiten oder Infektionen hinweisen können.
Wenn du unsicher bist, lass deinen Hund lieber einmal früher kontrollieren.
Hausmittel zur Linderung von Blähungen
Wenn dein Hund unter stinkenden Blähungen oder Bauchgeräuschen leidet, kannst du ihm oft schon mit einfachen Maßnahmen Erleichterung verschaffen. Ich empfehle meinen Patienten gerne folgende Hausmittel, die den Magen-Darm-Trakt beruhigen und die Gasbildung reduzieren können:
Leichte Schonkost
Wie bei Durchfall empfiehlt sich auch bei Blähungen eine Schonkost aus Huhn und Reis, die den Darm entlastet und die Verdauung beruhigt. Achte darauf, fettarmes, schonend gekochtes Muskelfleisch und Gemüse anzubieten. Vermeide alle schwer verdaulichen Futtermittel wie tierische Nebenerzeugnisse sowie Eier, Obst, Hülsenfrüchte, rohes Gemüse.
Fencheltee ist bekannt für seine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Fencheltee kann helfen, die Gasbildung zu reduzieren und den Darm zu entlasten. Gib deinem Hund etwa 1–2 Esslöffel abgekühlten Tee ins Trinkwasser oder unter das Futter. Fenchel wirkt krampflösend und reduziert Blähungen auf natürliche Weise.
Kümmel ist ein traditionelles Heilmittel bei Blähungen, da es die Verdauung unterstützt und Gasansammlungen abbauen kann. Du kannst eine kleine Prise gemahlenen Kümmel unter das Futter mischen, um die Flatulenzen zu lindern.
Flohsamenschalen helfen nicht nur bei Durchfall, sondern auch bei Blähungen, da sie überschüssige Flüssigkeit im Darm binden und so die Verdauung regulieren. Die Ballaststoffe fördern zudem das Wachstum der „guten“ Darmbakterien, was zu einer besseren Darmflora und einer geringeren Gasbildung führen kann.
Kokosöl ist ein beliebtes Hausmittel, das Du einfach ins Futter Deines Hundes mischen kannst. Es unterstützt die Verdauung, hilft gegen schlechte Bakterien im Darm und kann so Blähungen reduzieren. Achte darauf, Deinem Hund nur kleine Mengen davon zu geben – etwa einen halben Teelöffel für kleine Hunde und bis zu einem Esslöffel für größere Hunde. Kokosöl wird oft gut vertragen, und viele Hunde lieben den Geschmack. Verwende ein hochwertiges Produkt, am besten Natives Bio-Kokosöl*.
Morosche Möhrensuppe
Die Morosche Möhrensuppe ist ein bewährtes Mittel gegen Blähungen und Durchfall, das auf einer Rezeptur des Arztes Dr. Ernst Moro basiert. Durch das lange Kochen der Möhren entstehen sogenannte Oligosaccharide, die sich an schädliche Bakterien im Darm binden und deren Ausscheidung fördern. Gleichzeitig wirkt die Suppe beruhigend auf die Darmschleimhaut und fördert die Regeneration des Magen-Darm-Trakts.
Hier findest du unser Rezept der Moroschen Möhrensuppe bei Durchfall.
Langfristige Maßnahmen zur Vorbeugung
Hausmittel können akute Beschwerden lindern, doch um stinkende Blähungen dauerhaft zu reduzieren, braucht dein Hund eine stabile Verdauung und eine gesunde Darmflora. In meiner langjährigen Erfahrung als Tierärztin hat sich eine Kombination aus mehreren langfristigen Maßnahmen bewährt.
1. Probiotika und Präbiotika
Studien haben gezeigt, dass die Darmflora von Hunden durch die Zugabe von Probiotika und Präbiotika stabilisiert werden kann. Probiotika unterstützen die Ansiedlung nützlicher Bakterien im Darm, während Präbiotika als Nahrung für diese Bakterien dienen. Durch regelmäßige Gabe von Prä- und Probiotika kann die Gasbildung reduziert und die Verdauung gefördert werden.¹
Unser Ergänzungsfutter gegen Blähungen enthält Probiotika, Präbiotika sowie natürliche Superfoods wie Fenchel, Kümmel und Flohsamenschalen für die Darmsanierung – also alle Hausmittel, die Dein Hund jetzt braucht. Es handelt sich um ein allergikerfreundliches Produkt ohne tierische Inhaltsstoffe, Getreide oder Laktose, das ganz einfach dem Futter deines Hundes beigemischt wird.

Du kannst unser Produkt risikolos testen mit der 60 Tage Geld-Zurück-Garantie. Wir empfehlen für den Einstieg eine niedrige Dosis zu verwenden und dann langsam zu steigern. Für eine kontinuierliche Unterstützung kann das Produkt auch langfristig gefüttert werden.
René
Gebe es noch nicht 14 Tage, bemerke eine Verbesserung
Bärbel
Produkt wird gut angenommen von meinem Hund.
2. Futterumstellung
Ein hochwertiges, gut verdauliches Futter ist eine der wichtigsten Maßnahmen gegen wiederkehrende Blähungen. Achte auf kurze Zutatenlisten, wenige künstliche Zusätze und Proteine, die dein Hund gut verträgt. Futter mit hohem Getreideanteil oder schwer verdaulichen Bestandteilen kann die Gasbildung verstärken.
3. Regelmäßige Bewegung
Ausreichend Bewegung regt die Darmtätigkeit an und sorgt dafür, dass Gase besser abtransportiert werden. Schon mehrere kurze Spaziergänge täglich können helfen, die Verdauung ins Gleichgewicht zu bringen.
4. Kleine Portionen füttern
Viele Hunde vertragen mehrere kleine Mahlzeiten besser als eine große Portion. So wird der Verdauungstrakt nicht überlastet und es gelangt weniger Luft in den Magen. In Haushalten mit mehreren Hunden kann getrenntes Füttern sinnvoll sein, um Stress beim Fressen zu vermeiden.
Fazit
Blähungen bei Hunden sind oft ein Zeichen für Verdauungsprobleme, die durch falsche Ernährung, Futterunverträglichkeiten oder eine gestörte Darmflora verursacht werden. Hausmittel wie Fenchel oder Flohsamenschalen können helfen, die Beschwerden zu lindern. Langfristig ist eine gesunde Ernährung und die Gabe von Prä- und Probiotika eine gute Strategie, um den Hund bei Blähungen zu unterstützen. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte jedoch immer ein Tierarzt kontaktiert werden. Ich wünsche euch alles Gute!
Häufige Fragen zu Blähungen beim Hund
Unser Probiotika-Mix wurde entwickelt, um die Darmflora deines Hundes natürlich zu unterstützen.
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