Zahnstein bei Hunden: Ursachen, Symptome und 3 Hausmittel

In meiner Praxis sehe ich häufig Hunde, bei denen sich über Monate unbemerkt Zahnstein aufgebaut hat. Viele Hundebesitzer unterschätzen die Bedeutung der Zahnpflege, doch unbehandelter Zahnstein kann zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
In diesem Artikel erfährst du, was Zahnstein ist, welche Ursachen er hat, wie du ihn erkennst und mit welchen Hausmitteln du ihm vorbeugen und entgegenwirken kannst.
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Dr. Ilse Ertl
Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Tierärztin Dr. Ilse Ertl erstellt. Sie besitzt seit 20 Jahren eine eigene Kleintierpraxis in der Nähe von München und gibt ihr Wissen gerne an interessierte Hundebesitzer weiter.
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Das Wichtigste in Kürze
Ursache von Zahnstein
Zahnbelag verhärtet sich bei unzureichender Zahnpflege durch die Mineralien in Speichel zu Zahnstein.
Folgen von Zahnstein
Zahnstein verursacht Entzündungen im Zahnfleisch, die sich im gesamten Körper ausbreitn können.
Behandlung & Vorbeugung
Fortgeschrittener Zahnstein muss vom Tierarzt entfernt werden. Die Vorbeugung von Zahnstein ist von zentraler Bedeutung.
Was ist Zahnstein?
Zahnstein entsteht, wenn sich weicher Zahnbelag – also Plaque aus Bakterien und Futterresten – auf den Zähnen deines Hundes ansammelt und nicht regelmäßig entfernt wird. Durch Mineralien im Speichel verhärtet dieser Belag zu einer festen, gelblich-braunen Schicht.
Die raue Oberfläche bietet Bakterien ideale Bedingungen, um sich weiter auszubreiten. Dadurch kann es zu Entzündungen am Zahnfleisch, unangenehmem Mundgeruch und später auch zu tiefergehenden Zahnproblemen kommen. Aus tierärztlicher Sicht zählt Zahnstein deshalb zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen für Zahnerkrankungen bei Hunden.
Ursachen für Zahnsteinbildung bei Hunden
Die Hauptursache für Zahnstein ist mangelnde Zahnhygiene. Aber auch andere Faktoren können die Bildung von Zahnstein bei deinem Hund begünstigen:
- Ernährung: Weiches Futter bietet wenig Abrieb auf den Zähnen, wodurch sich Plaque leichter bilden kann.
- Alter: Ältere Hunde neigen eher zu Zahnsteinbildung, da sie über die Jahre hinweg mehr Plaque aufbauen. Ab einem Alter von 3 Jahren leiden 80 % aller Hunde an Zahnproblemen.¹
- Rasse: Kleinere Hunderassen und solche mit kurzen Schnauzen haben oft eng stehende Zähne, was die Reinigung erschwert und die Bildung von Zahnstein begünstigt.
- Speichelzusammensetzung: Die chemische Zusammensetzung des Speichels kann ebenfalls eine Rolle spielen. Manche Hunde haben einen Speichel, der die Zahnsteinbildung begünstigt.
Symptome und Folgen von Zahnstein
Es ist wichtig, die Anzeichen von Zahnstein frühzeitig zu erkennen, um schwerwiegende Probleme zu vermeiden. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Gelbe oder braune Ablagerungen: Zahnstein zeigt sich als harte, gelbliche bis bräunliche Ablagerungen auf den Zähnen, besonders an den Backenzähnen und den unteren Schneidezähnen.
- Mundgeruch: Ein unangenehmer, oft fischiger Geruch aus dem Maul ist oft eines der ersten Anzeichen von Zahnstein und bakterieller Plaque.
- Rötung und Schwellung des Zahnfleisches: Entzündetes Zahnfleisch, das leicht blutet, deutet auf eine Gingivitis hin, die durch Zahnstein verursacht werden kann.
- Schwierigkeiten beim Kauen: Hunde, die unter Zahnstein leiden, können Schmerzen beim Fressen haben, was sich durch einseitiges Kauen oder die Vermeidung von hartem Futter äußern kann.
- Zahnverlust: In fortgeschrittenen Fällen kann Zahnstein zu Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnhalteapparates führen, die schließlich zu Zahnausfall führen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Zahnstein und Zahnbelag?
Viele Hundehalter fragen sich, woran sie erkennen, ob ihr Vierbeiner nur weichen Belag auf den Zähnen hat oder bereits festen Zahnstein. Der Unterschied ist wichtig, weil beide Probleme unterschiedlich behandelt werden.
Zahnbelag (Plaque) ist ein weicher Film aus Bakterien und Futterresten, der sich jeden Tag bildet und mit einer Zahnbürste gut entfernt werden kann. Wird dieser Belag jedoch über längere Zeit nicht gelöst, verbinden sich die enthaltenen Bakterien mit Mineralien aus dem Speichel – es entsteht harter Zahnstein, der fest auf der Zahnoberfläche sitzt. In diesem Stadium reichen Hausmittel oder Zähneputzen meist nicht mehr aus und eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt wird notwendig.
Behandlung von Zahnstein bei Hunden
Wenn dein Hund bereits fortgeschrittenen Zahnstein hat, ist eine professionelle Behandlung durch den Tierarzt erforderlich. Hier sind die gängigsten Methoden zur Behandlung:
- Professionelle Zahnreinigung: Der Tierarzt führt eine gründliche Zahnreinigung durch, die unter Vollnarkose erfolgt. Dabei werden Plaque und Zahnstein mit speziellen Instrumenten entfernt, sowohl oberhalb als auch unterhalb des Zahnfleischrandes. Nach der Reinigung werden die Zähne poliert, um eine glatte Oberfläche zu schaffen, die die Neubildung von Plaque erschwert.
- Zahnsanierung: In fortgeschrittenen Fällen, in denen Zahnstein bereits zu Parodontitis oder anderen Zahnerkrankungen geführt hat, kann eine umfangreichere Zahnsanierung notwendig sein. Dies kann das Entfernen von entzündetem Gewebe, das Glätten von Zahnwurzeln oder sogar das Ziehen stark beschädigter Zähne umfassen.
- Antibiotika: Wenn dein Hund eine schwere Entzündung des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparates hat, kann der Tierarzt Antibiotika verschreiben, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen.
- Nachsorge und regelmäßige Kontrollen: Es wichtig, die Zähne deines Hundes regelmäßig zu kontrollieren und zu pflegen, um eine erneute Zahnsteinbildung zu verhindern. Dein Tierarzt wird dir Empfehlungen zur Zahnpflege geben und dir möglicherweise spezielle Zahnpflegeprodukte für Hunde nennen.
Hausmittel gegen Zahnstein bei Hunden
Viele Hundehalter wünschen sich eine schonende Möglichkeit, die Zahngesundheit ihres Hundes zu unterstützen, bevor größere Eingriffe beim Tierarzt nötig werden. Einige Hausmittel können dir dabei helfen, weichen Zahnbelag zu reduzieren und die Bildung von Zahnstein zu verlangsamen. Aus tierärztlicher Sicht eignen sich besonders folgende Ansätze:
Natürliche Kausnacks: Kauen ist eine der effektivsten mechanischen Methoden gegen Zahnbelag. Wenn du deinem Hund rohe Knochen wie Rinderbrustbein oder Kalbsrippen gibst, entsteht ein natürlicher Abrieb. Achte unbedingt darauf, ausschließlich rohe Knochen zu verwenden – gekochte Knochen können splittern. Gute Alternativen sind getrocknete Kauartikel wie Rinderohren* oder Rinderkopfhaut*, da sie lange gekaut werden und dabei die Zähne beschäftigen.
Kokosöl: Kokosöl* wird häufig als mildes Hausmittel genutzt. Du kannst eine kleine Menge vorsichtig auf die Zähne deines Hundes auftragen oder unter das Futter mischen. Es ersetzt zwar kein Zähneputzen, kann aber dabei helfen, das Bakterienmilieu im Maul etwas zu beeinflussen.
Ascophyllum Nodosum: Diese Alge wird oft zur Unterstützung der Zahnpflege eingesetzt. Studien zeigen, dass sie dazu beitragen kann, dass sich Zahnbelag weniger festsetzt und leichter abgelöst werden kann.¹ Wenn du die Alge über das Futter gibst, kann sich die Zusammensetzung des Speichels leicht verändern – das reduziert häufig die Entstehung harter Ablagerungen.²
Wichtiger Hinweis zur Sicherheit: Bei Algenprodukten besteht grundsätzlich das Risiko einer zu hohen Jodaufnahme. Wenn du auf eine sichere Dosierung achten möchtest, solltest du ein Produkt mit kontrolliertem Jodgehalt wählen, zum Beispiel ein Ergänzungsfuttermittel wie unseren Vetura Zahn-Komplex, der speziell für die tägliche Zahnpflege entwickelt wurde.
Natron, Backpulver & Co.: Warum diese „Hausmittel“ gefährlich sein können
Im Internet kursieren viele Tipps, Zahnstein beim Hund mit Natron oder Backpulver zu entfernen. Meiner Erfahrung nach solltest du hiervon jedoch unbedingt Abstand nehmen. Die enthaltenen Partikel wirken stark abrasiv und können den Zahnschmelz deines Hundes dauerhaft schädigen. Wird die Oberfläche der Zähne aufegraut, haften Bakterien und neuer Zahnbelag sogar schneller an. Dies könnte das ursprüngliche Problem verstärken.
Hinzu kommt, dass Natron und Backpulver den pH-Wert im Maul verändern können. Das führt bei manchen Hunden zu Reizungen am Zahnfleisch oder zu kleinen Verletzungen, die sich entzünden können. Deshalb gehören diese Methoden unter keinen Umständen zu den empfehlenswerten Hausmitteln.
Unsere Empfehlung: Ganzheitliche Zahnpflege
Für eine nachhaltige Zahnpflege hat sich die Kombination aus mechanischem Abrieb und natürlichen Zusätzen bewährt. Durch Kauen auf geeigneten Kauartikeln entsteht ein sanfter Reinigungseffekt auf der Zahnoberfläche. Ergänzend können natürliche Pflanzenstoffe das Maulmilieu unterstützen und die Bildung neuer Ablagerungen reduzieren.
Unser Ergänzungsfuttermittel Zahn-Komplex für Hunde baut genau auf diesem Ansatz auf. Neben Ascophyllum nodosum enthält die Mischung ausgewählte Kräuter wie Petersilie, Kamille, Salbei und Oregano sowie Spirulina und Kurkuma. Diese Kombination kann dazu beitragen, Zahnbelag weniger hartnäckig werden zu lassen und die tägliche Zahnpflege zu erleichtern. Das Produkt kommt ohne Füllstoffe oder tierische Erzeugnisse aus und eignet sich daher auch für Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten.
Im Gegensatz zu Zahn-Sprays oder Leckerlis enthält es keine Füllstoffe oder tierische Erzeugnisse und ist somit auch für futtermittelallergische Hunde geeignet.

Du kannst es risikolos testen mit unserer 60 Tage Geld-Zurück-Garantie. Wenn du die Bestellung vor 15:00 Uhr aufgibst, wird sie im Normalfall schon am nächsten Tag geliefert und du kannst das Produkt direkt anwenden.
Hier ein Erfahrungsbericht von Frau Neumann. Ihr Hund hatte ebenfalls mit Mundgeruch und starkem Zahnstein zu kämpfen:
Doris
Hätte mir nie gedacht das bei 3 alten Hunden das nach 2 Dosen so gut wirkt. Dachte das ist alles Fake aber nein das klappt wirklich. Der Belag ist zur hälfte Weg und der Geruch ist zu 100% Weg. (Mama von 3 Labrador)
Peter
Die Zähne von Tommy wurden nach ein paar Wochen deutlich heller und der Zahnstein ging zurück. Vieleicht kann ich ihm die Zahnsteinentfernung beim Tierarzt ersparen.
Fazit
Zahnstein gehört zu den häufigsten Zahnproblemen bei Hunden und kann auf Dauer nicht nur die Zahngesundheit, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden stark belasten. Mit einer guten Mischung aus täglicher Zahnpflege, passenden Kausnacks und einem natürlichen Ergänzungsfuttermittel kannst du viel dafür tun, dass die Zähne deines Hundes sauber bleiben und sich harte Ablagerungen langsamer bilden. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt helfen zusätzlich, Veränderungen früh zu erkennen.
Wenn du die Zahnpflege fest in euren Alltag integrierst, unterstützt du deinen Vierbeiner dabei, schmerzfrei zu fressen und langfristig gesünder zu leben. Ich wünsche euch alles Gute auf eurem Weg zu einer entspannten und effektiven Zahnpflege.
Häufige Fragen zu Zahnstein beim Hund
Unser Zahn-Komplex für Hunde vereint die Kraft aus Algen, Kräutern und Kurkuma, um die Zahnhygiene deines Hundes ganzheitlich zu unterstützen.
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